Unsere Leistungen von der Studie bis zur Inbetriebnahme

Wir planen alle Gebäudetechnik-Disziplinen unter einem Vertrag: Heizung, Lüftung, Warmwasser, Kühlung und Regelung im eigenen Haus, Sanitär und Elektro bei langjährigen Partnerbüros, alles unter unserer technischen Koordination. Die Bauherrschaft hat einen Ansprechpartner, einen Vertrag und einen Terminplan. Ein Mandat kann beim Vorprojekt beginnen oder erst bei der Ausführung – wir übernehmen einzelne SIA-Phasen ebenso wie das vollständige Paket.

Gebäudepark: Audit und Mehrjahresbudget

Wer mehrere Liegenschaften hält, fragt nicht nach einer Wärmepumpe, sondern nach einer Reihenfolge: welches Gebäude bereits gegen geltendes Recht verstösst, welches 2027 kippt, welches bis 2030 warten kann, und wie viel bis dahin zurückzustellen ist. Wir erheben den Park in Losen, im gleichen Berichtsformat pro Gebäude, und liefern eine Rangfolge sowie ein nach Geschäftsjahren konsolidiertes Budget. 36 Mietliegenschaften in der Westschweiz wurden so für einen institutionellen Eigentümer bearbeitet. Ausführlich auf der französischen Seite.

Vom Vorprojekt bis zur Inbetriebnahme

Wir arbeiten in den SIA-Phasen 31 bis 53 und benennen im Vertrag genau, welche davon Teil des Mandats sind.

Phase Was wir liefern
31 Vorprojekt Bestandsaufnahme, Verbrauchsanalyse, Variantenvergleich, Grössenordnung der Investition
32 Bauprojekt Konzept, Leistungsberechnungen, Prinzipschemas, Kostenvoranschlag
33 Bewilligungsverfahren Energienachweis, Formulare EN-VD oder Genfer Energiekonzept, Lärmnachweis, Fördergesuch
41 Ausschreibung Submissionsunterlagen, Submissionspläne, Angebotsvergleich, Vergabeantrag
51 Ausführungsprojekt Ausführungspläne, 3D- und BIM-Koordination, Detailabklärungen
52 Ausführung Bauleitung, Koordination der Unternehmer, Kostenkontrolle, Termine
53 Inbetriebnahme Einregulierung, Abnahmen, Messungen, Dokumentation, Übergabe an den Betrieb

Wir erbringen Leistungen nach den massgebenden SIA-Ordnungen: SIA 108 für die Gebäudetechnik, SIA 102 für Architektenleistungen und die Gesamtleitung bei einem schlüsselfertigen Auftrag. Der Auftrag wird phasenweise beschrieben, nach der Gliederung der Tabelle oben. Umfang und Bedingungen stehen in der schriftlichen Offerte. Tarife veröffentlichen wir nicht.

Heizungsersatz: die Variantenstudie

Unsere am häufigsten bestellte Einzelleistung. Nach Fragebogen oder Begehung nehmen wir die Verbräuche auf und rechnen die realistischen Varianten durch: Luft-Wasser-Wärmepumpe, Sole-Wasser-Wärmepumpe auf Erdsonden, Fernwärme, Holz, hybride Lösungen. Für jede Variante: Investition, Jahreskosten über zwanzig Jahre, CO2, Fördergelder, Terminplan und Bewilligungsweg.

Der Bericht wird der Eigentümerschaft oder der Eigentümerversammlung präsentiert – auf Deutsch, auf Schweizerdeutsch oder auf Französisch. Wir verkaufen kein Material und empfehlen deshalb auch keine Nummer grösser als nötig. Details auf der französischen Seite Studie zum Heizungsersatz.

Berechnungen und Nachweise

  • Heizwärmebedarf nach SIA 380/1, gerechnet mit zertifizierter Software; im Kanton Waadt gilt für den Nachweis die Ausgabe 2009.
  • Heizleistung nach SIA 384/201 und Warmwasser nach SIA 385/2 – die Grundlage jeder Leistungsangabe in der Submission.
  • U-Werte und Gebäudehülle, Bauteil für Bauteil oder über die Gesamtleistung.
  • Energienachweis Kanton Waadt: Hauptformular EN-VD und Beilagen, Dossier über die CAMAC. Kanton Genf: Gebäude-Energiekonzept für das OCEN. Freiburg und Walliser Chablais: die kantonalen Formulare (EN-FR, EN-VS) nach dem jeweiligen Energiegesetz. Der Ablauf ist auf der Seite Baugesuch in der Romandie im Detail erklärt.
  • CECB und CECB Plus: GEAK, in der Romandie CECB genannt. Wir liefern beide, unterzeichnet von einem zertifizierten, im offiziellen Register eingetragenen Experten. Der CECB ist in mehreren Waadtländer Verfahren verlangt und weist bei Gebäuden vor 2000 die Hüllenklasse für die Wärmepumpenförderung nach; der CECB Plus ist für Dämmbeiträge über 10'000 Franken nötig und vor jeder grösseren Sanierung sinnvoll.
  • Minergie: Wir sind Mitglied von Minergie und führen Neubauten und Sanierungen bis zur Zertifizierung, inklusive Nachweis der Lüftung und der Dichtheit.
  • Lärmnachweis für Aussen-Wärmepumpen mit dem Formular LN-1a, auf Basis des Schallleistungspegels bei 2 °C Aussentemperatur.
  • Fördergesuche: Gebäudeprogramm der Kantone Waadt, Freiburg und Wallis sowie Genfer Förderprogramm, immer vor Baubeginn eingereicht.

Submission und Bauleitung

Wir schreiben die technischen Arbeiten aus, vergleichen die Angebote Position für Position und begründen den Vergabeantrag. Ein Beispiel aus unserer Praxis: bei acht Einfamilienhäusern auf einer gemeinsamen Einstellhalle in Trélex haben wir neun eingegangene Angebote in einem einzigen Vergleich aufgearbeitet – grosse Preisunterschiede stammen fast immer aus unterschiedlichen Leistungsumfängen, nicht aus unterschiedlichen Stundenansätzen.

In der Ausführung führen wir die Bauleitung der technischen Gewerke: Koordination mit den übrigen Unternehmern, Kostenkontrolle, Termine, Abnahmen, Einregulierung und Messungen bei der Inbetriebnahme. Bei Objekten im Betrieb – Einkaufszentrum, Klinik, bewohntes Mehrfamilienhaus – planen wir die provisorische Wärme- und Lüftungsversorgung mit, weil sie den Terminplan bestimmt.

Gesamtleistung

Wer nicht zehn Unternehmen koordinieren will, gibt uns das ganze Paket: Baugesuch, Angebote der technischen und der übrigen Gewerke, Terminplan, Bauleitung, Abnahme und Förderdossier. Die Entscheide und die Zahlungen bleiben bei der Bauherrschaft. Beschrieben auf der französischen Seite Projekt aus einer Hand.

Prüfung eines Installateur-Angebots

Eine kurze, oft sehr wirksame Leistung: Wir lesen ein vorliegendes Angebot gegen und sagen, was fehlt. Acht Posten fehlen in der Praxis am häufigsten:

  1. Hydraulik und hydraulischer Abgleich
  2. Regelung
  3. Warmwasser
  4. Akustik
  5. Elektroanschluss
  6. Bewilligung
  7. Fördergesuch
  8. Inbetriebnahme und Einregulierung

Wer zwei Angebote vergleicht, in denen diese Posten unterschiedlich enthalten sind, vergleicht nicht dasselbe Gebäude.

Was in der Romandie anders läuft

Drei Punkte, die wir Deutschschweizer Auftraggebern regelmässig erklären: Der energetische Nachweis ist im Kanton Waadt ein Formularsatz und in Genf ein Konzeptdokument. Eine Sanierung, deren Arbeiten in der Kostengruppe CFC 2 – der französischen Bezeichnung des BKP 2 – die Hälfte des ECA-Werts, also des Gebäudeversicherungswerts, überschreiten, gilt als umfassende Sanierung und löst die Anforderungen an die Gesamtleistung der Hülle aus. Und eine Lüftungsanlage ab 1'000 m³/h Abluft pro Gebäude braucht eine kantonale Bewilligung, mit Pflicht zur Wärmerückgewinnung über dieser Schwelle bei mehr als 500 Betriebsstunden pro Jahr.

Dazu kommen zwei Fristen, die Deutschschweizer Eigentümerschaften mit Liegenschaften im Kanton Waadt betreffen: Fest installierte Elektroheizungen und Elektroboiler müssen nach dem Waadtländer Dekret bis zum 1. Januar 2033 saniert sein, und die Meldung an die kantonale Energiestelle DGE-DIREN oder an den Netzbetreiber bleibt Pflicht. Fördergesuche wiederum müssen vor Baubeginn eingereicht sein – ein nachträgliches Gesuch ist verloren, unabhängig von der Qualität der Anlage.

Und schliesslich die Sprache: Sitzungen auf Schweizerdeutsch, Berichte auf Hochdeutsch, Behördengänge auf Französisch.

Häufige Fragen

Können wir nur eine einzelne Phase beauftragen?

Ja. Häufig sind der Energienachweis für das Baugesuch, eine Variantenstudie oder die Submission allein. Der Leistungsumfang wird in der Offerte nach SIA-Phasen benannt, damit nachher klar ist, wer was leistet.

Übernehmen Sie auch Sanitär und Elektro?

Heizung, Lüftung, Warmwasser, Kälte und Regelung bearbeiten wir im eigenen Haus; Sanitär und Elektro liegen bei langjährigen Partnerbüros, unter unserer technischen Koordination. Für Sie bleibt es ein Vertrag und ein Ansprechpartner. Der genaue Leistungsumfang steht in der schriftlichen Offerte.

Arbeiten Sie mit Generalunternehmen und Totalunternehmern?

Ja, mehrere unserer laufenden Mandate sind Submissions- und Ausführungsmandate für Total- oder Generalunternehmen, auch für Neubauten in Stockwerkeigentum.

Mit welchen Werkzeugen rechnen und zeichnen Sie?

Lesosai für die Wärmebedarfsnachweise, Plancal nova für 3D und BIM, AutoCAD für die Pläne, dazu Simulationen, wenn ein Entscheid es verlangt.

Wie schnell erhalten wir eine Offerte?

Antwort eines Ingenieurs.

Sagen Sie uns, welche Phasen Sie brauchen – wir schreiben die Offerte entsprechend.

Aktualisiert: 2026-11-05